Auswege aus der Krise (Teil 1)

Ideen in der Krise:

Wie ist ein Internetauftritt für Gärtnereien und Blumengeschäfte doch noch  möglich, oder ist er für  diese Branchen bzw. überhaupt für kleinere Geschäfte und Familienbetriebe der Zug in dieser Richtung schon abgefahren.

Antwort: Das ist auch so, aber es gibt Möglichkeiten nämlich die „Diagonale Kooperation“. Ein Begriff den ich Ende  90iger Jahre (vielleicht war es auch etwas später, habe leider die Jahreszahl des 1. Vortrages nicht mehr gefunden, aber dieser Art der Kooperation vorher schon im Saarland praktiziert, die „Erlenbnisgärtnerei  Storb“) zum ersten Mal auf einem Vortrag  an der damaligen FH in Geisenheim dargestellt habe und  über die sich bis dato niemand Gedanken gemacht hat und die heute hier und da etwas abgewandelt zum allgemeinen Begriff geworden ist.

Zum besseren Verstehen, hier meine  Original Grafik von damals.

Man könnte aber auch eine „Komplementäre Kooperation“ eingehen.

Auch eine „Vertikale Kooperation“  ist denkbar. Da sollte aber eine Absatzgemeinschaft dahinter stehen und dann müsste diese den Shop führen.

 Bündelung der Kräfte durch Kooperationen

Der einzelnen Gärtnerei, ein Blumengeschäft oder ein anderer  kleinerer oder mittlerer Familienbetriebes wird sich ein funktionierender Online Shop wohl nicht leisten können, denn wie ich in vorhergehenden Ausführungen schon erklärt habe, kann er nicht gerade mal so neben dem eigentlichen Geschäft nebenher laufen, sondern muss immer ein vom Betrieb getrennter Zweig sein. Also eine neue Firma. Ich selbst habe den Fehler gemacht und ein Blumengeschäft neben den Onlineshop als eine Einheit betrieben.

Beispiel: Du hast gerade im Geschäft verschieden Pflanzen verkauft und hast dich über das Geschäft gefreut. Die Freude hielt sich aber nur kurz. Etwas später hast du die Bestellungen im Shop gesichtet und festgestellt, eben hast du die Pflanzen gerade verkauft. Woher auf die Schnelle hernehmen. Im Internet muss man nicht nur eine hervorragende Qualität verkaufen, um gute Preise zu bekommen, sondern man muss auch schnell sein. Zwischen Bestellung und Lieferung dürfen nicht mehr als drei Tage vergehen. Ansonsten muss man den Kunden sofort informieren, warum sich die Bestellung verzögert.

Warum muss es ein eigenständiger Betrieb sein.

  1. Es müssen ständig neue Bilder und neue Texte eingegeben werden
  2. Die Bilder müssen dem Produkt entsprechen und deshalb durch öfter mal neu gemacht und auch bearbeitet werden.
  3. Die Texte und Erklärungen bzw. Tipps müssen fachlich hochwertig und korrekt sein, die schreibt man nicht nebenbei
  4. Der Shop muss ständig gepflegt werden, Waren die saisonbedingt nicht mehr im Angebot sind, müssen aus- bzw. neue eingeblendet werden. Das ganze zeitnah, denn sonst entstehen Pflegezeiten, die Geld kosten.
  5. Die Bestellungen müssen abgerufen, die Lieferscheine und Rechnungen ausgedruckt und die Zahlungseingänge genauesten kontrolliert werden.
  6. Reklamationen müssen bearbeitet und ausgebügelt, sowie extra Wünsche eingehalten werden.
  7. Glauben sie nicht, sie hätten keine Kundengespräche, Nachfragen wie z.B. Pflege, Pflanzzeiten, Schädlinge müssen beantwortet werden. Oft auch noch lange nach dem Kauf. Das trägt zur Kundenbindung bei.
  8. Jahresbestellungen zu Geburtstagen oder zur Saison müssen akribisch dokumentiert und eingehalten werden
  9. Ware muss gepflegt, gegossen, sortiert, bestellt, eingeordnet und der Bestand kontrolliert werden.
  10. Verpacken, versenden etc. kommt dann schließlich auch dazu.

Es ließe sich noch einiges aufzählen, aber das merkt man alles schnell, wenn man so einen Shop betreibt. Es ist nur als eigenständiger Betrieb zu führen und dafür haben Kleine und mittlere Betriebe keine Zeit.

Darum folgender Vorschlag:

In einer “Diagonalen Kooperation” oder „Vertikalen Kooperation“ schließen sich mehrere Betriebe zusammen. Das können Betriebe quer durch den landwirtschaftlichen und gärtnerischen Bereich sein, oder völlig branchenfremde Betriebe.

 Mehrere Firmen schließen sich zusammen und Gründen eine neue Firma

Sie stellen einen Programmierer ein, kaufen eine mittlere  „Online-Plattform“   Kosten zwischen 3000 

bis 5000.- € oder mieten diese für den Angang und liefern das das fachliche Wissen, was von der normalen Arbeitszeit sicher auch nicht so einfach ist.

Die Kosten werden unter den Teilnehmern aufgeteilt.  Ein Büroraum muss eingerichtet werden und Räumlichkeiten gesucht werden, wo gelagert und verpackt werden kann. Aber das wissen sie sicher alles selbst, was dann kommt.

Eine Verpackungsstrecke oder Band muss eingerichtet werden, an dessen Ende eine oder mehrere Verpackungsautomaten stehen. Entsprechende Kartons müssen bestellt und gelagert. Also der Raum darf schon mal nicht so klein sein. Um große Vorratsflächen zu vermeiden liefern die Betriebe „Just in time.“ Mit etwa 20 000.- € bis 25 000.- € sollte man für eine kleine notwendige Einrichtung incl. PC, Verpackungsmaschine, erstes Inventar und Gebrauchsmaterial schon mal rechnen. Schon aus diesem Grund empfiehlt es sich eine GmbH zu Gründen.

Danach stellt man mal eine Person ein, die richtig gut verpacken kann und möglichst flink arbeitet. Das können anfangs auch billigere Teilzeitkräfte sein.

Erst jetzt geht man online.

Schnell werden sie feststellen, dass nur einen Shop zu haben nicht reicht. Sie müssen sich möglichst schnell einer größeren Plattform anschließen, die kostet nun auch wieder bei jedem Verkauf, Geld. Aber das lohnt sich dennoch. Wenn man über Amazon verkauft, kann der Preis im eigenen Shop anders (also billiger) sein, als bei Amazon. In anderen Plattformen geht das oft nicht.

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